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Photovoltaikanlagen in Wasso, Tansania

 Nach Wasso kam Ludwig Mülleder im Jahr 2000, um Photovoltaikanlagen für die Beleuchtung zu installieren. Daraus entstanden dann fast jedes Jahr neue Projekte, wie die Errichtung einer Photovoltaikanlage zur Versorgung eines Sauerstoffanreicherungsgerätes für die Intensivstation. Gerade in der Regenzeit ermöglicht dieses Gerät Patienten mit TBC, vor allem Kleinkindern und Frühgeborenen, ein Überleben der kritischen Tage.

Das Spital ist am Rande der Serengeti gelegen, an der Grenze zu Kenya und bietet etwa 100.000 Einwohnern, überwiegend Maasai, eine medinzinische Versorgung in einem Einzugsgebiet, das etwa die Größe Oberösterreichs hat.   

 

In den letzten 2 Jahren wurde das Spital von 100 auf ca. 140 Betten erweitert, die Energieversorgung jedoch nicht berücksichtigt. Es gibt keinen Netzanschluss, weshalb die Elektrizitätsversorgung des Spitals auf Dieselgenerator und Photovoltaik basiert. Im Frühjahr 2007 wurden zusammen mit dem in Wasso tätigen holländischen Arzt, Dr. Lennard Hiltermann, die Photovoltaikanlagen geplant. Gebaut wurden diese Anlagen dann im Sommer 2007 von einer tansanischen Firma in Zusammenarbeit mit Ludwig Mülleder und tatkräftiger Unterstützung von Johann Hammerschmid. Wie bei allen Einsätzen, so waren auch diesmal so manche Schwierigkeiten und viel Unvorhergesehenes zu bewältigen. Die Solarpanele und Laderegler kamen z.B. erst eine Woche vor der Abreise unserer Techniker auf der Baustelle an. Durch besonderen Einsatz konnten die Anlagen mit einer Gesamtleistung von 8,4 kWp  jedoch fertigggestellt und an die einheimischen Elektriker übergeben werden.

Es gibt jetzt 4 Photovoltaikanlagen und Batteriesysteme, die die 230V Wechselspannung im Spital liefern:  Anlage 1 für die Intensivstation, Anlage 2 für das Labor, Anlage 3 für die Entbindungsstation, Zahnambulanz, Kantine und Anlage 4 für den Operationsraum und die Administration. Der Dieselgenerator wird nur mehr gestartet, wenn Drehstromgeräte betrieben werden, wie Sterilisator oder das große Röntgengerät.

Die Finanzierung der Elektrischen Anlagen erfolgte zur Hälfte durch den amerikanischen Fonds EGPAF und zum anderen Teil durch Spendengelder aus Holland und Österreich.

 

Für 2008 ist die Austattung des Spitals Endulen, das in der Nähe des Ngorongoro Kraters gelegen ist,  mit Photovoltaikanlagen geplant. Ein wichtiger Schritt dabei wird die Modernisierung der Wasserversorgung sein.


2007-11-26



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